heute … wieder bunt …
Donnerstag, 30. Oktober 2008 23:32
danke für diesen tanz handwerker
und das meine ich sehr ernst, auch wenn das schmunzeln dabei da ist. es ist irgendwie eine faszination über eine neue erfahrung. so banal und selbstverständlich es für manche wohl sein mag, es ist für mich so neu gewesen, die wut zu spüren und gleichzeitig die hemmung / den widerstand dagegen und gleichzeitig diese ahnung … ein wenig aus dem rahmen … und doch drin … und all das OBWOHL nichts passiert …
http://www.youtube.com/watch?v=2KGvD…eature=related
heute morgen war es auch seltsam. (hmm, das wort mag ich glaub ich auch sehr.) den ganzen vormittag war eine so angriffslustige stimmung da. während den gesprächen mit angela und thorsten hab ich gemerkt, dass ich entweder das gefühl habe, auszuteilen, oder das gefühl, angegriffen zu werden. nicht wirklich, eher sticheleien. doch spitz genug, um mich zu irritieren.
in der mittagspause, bei meinem üblichen spaziergang durch den park, war auf einmal einfach wieder ein zurücktreten da und beides einfach selbstverständlich klar, auf der einen seite das nörgeln und quängeln (wie ein quängelndes genäseltes ” näähee !!! ” mit dem dazu gehörenden füße-stampfen und nase rümpfen) und auf der anderen das nicht-sehen-wollen dieses quängelns und nörgelns. und es kam mir so vor als wäre dieses quängeln (auch eine art grund-unzufriedenheit, grund - weil schon so lang mit im boot) schon wie eine art hintergrund-rauschen, das man nach längerer zeit nicht mehr wahrnimmt, weil man sich einfach daran gewöhnt hat. was nicht heißt, dass es nicht da ist, sondern einfach nicht mehr so bewusst wahrnehmbar.
gefühlsmäßig wars so, als würd ich mich mit 2 oder 3 jahren sehen, wie ich das, was ich gerade will nicht bekomme. und dann kommt das quängeln ins spiel. und dann … kommt die strafe für das quängeln … und dann … ratter, ratter, ratter … wohin damit ? hmm, merk schon, damit komm ich nicht weiter … und scheine mich damit erst recht von meinem ziel (spielzeug, eine spannende neue entdeckung, was auch immer …) zu entfernen … ok, erstmal nach hinten schieben und gucken, wie es ohne läuft … heey, das klappt ja ! ok, dann ist es ab jetzt einfach nicht mehr da, dieses doofe quängeln … muss ja schon was schlimmes sein, wenn dir die großen nicht nur eine aufn deckel haun, sondern auch noch das, was du gern magst noch weiter von dir weghalten. hmm, hat ja diesmal gut geklappt … ( und das nächste mal … und das mal drauf sogar noch besser … und dann, nach mühevoller arbeit der großen, sah es fast so aus, als könnte aus mir doch noch was gescheites werden. jap, tarnung ist alles ) und nu, alles für die katz. hihi, komme mir gerade wie ein schwamm vor, der alles an erfahrung, gefühl, gedanke und überhaupt alles leben hier aufsaugt.
das bringt mich zum nächsten bild … nachmittags kam noch ein gefühl hinzu … überheblichkeit … hui, wie ein aufgeplustertes huhn habe ich mich empfunden. nein, wie ein besonderes aufgeplustertes huhn. nein, wie DAS besondere aufgeplusterte huhn ! jap, wie der checker schlechhin. und das ohne grund. es war einfach als gefühl da, ohne auf etwas bestimmtes situation, gegenüber usw. gerichtet zu sein. bis mir auffiel, dass es ja gerade auf der linse ist und dadurch alles “was da draussen” ist, in dieser nuance gesehen wird. puh, das war erstmal ein wenig erschreckend aber auch so erstaunlich. da wurden mir die so schnellen gedankengänge und bis dahin unbewussten empfindungen beim überqueren der fussgängerzone klar. es war für mich bisher immer anstrengender durch die überfüllte karlsruher fussgängerzone zu laufen, da es mir wie ein computerspiel, in dem einen asteroiden entgegensausen vorgekommen ist. und die werden immer mehr und immer schneller.. öff. und nach den ersten paar metern war dann manchmal solch eine gereiztheit da, dass auch wut aufkam. und das war meist der moment zum innehalten und wundern “häh ? was geht da eigentlich in mir vor ?” heute war eine möglichkeit, wie die geschichte in den momenten aussehen könnte, offensichtlich. durch diesen mantel von überheblichkeit sah die situation für einen kurzen moment echt so aus: ” wie kann er nur genau vor mir stehenbleiben und mir den weg versperren ? mir !!! ” … ” muss sie denn ausgerechnet jetzt da rüber laufen, so dass ich langsamer laufen und warten muss, bis sie vorüber ist ? ” hui… es war erstmal ein kleiner schreck … kann man sich wirklich so wichtig nehmen ?!? und … jap, und das sowas von überzeugend … es hat mich auch erstaunt, dass es mir davor nie so aufgefallen ist … obwohl es diesmal irgendwie das selbstverständlichste der welt war, es zu erkennen … und der schreck, warum der ? hmm, wohl weil die geschichte bis dahin einfach ganz anders ausgesehen hat. jap, einfach anders.
mir kam dann auch in den sinn, dass es wohl einfach die andere seite der medaille ist, die sich da abwechselt … vom “oh nein, ich bin unwürdig. und nicht (gut/hübsch/witzig/klug usw.) genug.” zur anderen seite.
na ja, alles in allem war es ein weiterer bunter tag, liebes tagebuch. und ich mag dich. was wäre ich denn, wenn ich nicht eine geschichte irgendwie irgendwo zusammenfügen würde ? und mit dem im-gedächtnis-behalten klappts einfach nemehr so gut. da kommen ständig neue sachen dazu, die spannender erscheinen. und … es macht spaß. dazu ists auch einfach so. warum dann nicht so gut spielen, wie nur möglich, wenn es schon eine vergängliche und sinnlose rolle ist. (aber … sie wird doch wenigstens eine besonders sinnlose sein :-)) und wenn sie sich dann auch noch von allein spielt, ich aber den ruhm dafür einstecken kann
was will ich mehr ? fällt mir im moment nix ein, aber wer weiß, nach gründlicher überlegung …
puh, irgendwie verrückt. steht alles so da, wie empfunden und gedacht. und doch tauchen gedanken auf, die sagen “nicht doch ! bist du total irre ? du kannst doch sowas nicht von dir erzählen ! alle halten dich dann nur noch für eine arrogante kuh. und dann …” ja, was dann ? verändert sich die geschichte ? ach, das tut sie so oder so jeden moment. ne ne, das dann bezieht sich wohl auf anderes … boah, das zwiebelschälen ist echt ne endless story. und all das obwohl …
(…und das in farbe!…)
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