heute … wieder bunt …

Donnerstag, 30. Oktober 2008 23:32

danke für diesen tanz handwerker :-) und das meine ich sehr ernst, auch wenn das schmunzeln dabei da ist. es ist irgendwie eine faszination über eine neue erfahrung. so banal und selbstverständlich es für manche wohl sein mag, es ist für mich so neu gewesen, die wut zu spüren und gleichzeitig die hemmung / den widerstand dagegen und gleichzeitig diese ahnung … ein wenig aus dem rahmen … und doch drin … und all das OBWOHL nichts passiert …

http://www.youtube.com/watch?v=2KGvD…eature=related

heute morgen war es auch seltsam. (hmm, das wort mag ich glaub ich auch sehr.) den ganzen vormittag war eine so angriffslustige stimmung da. während den gesprächen mit angela und thorsten hab ich gemerkt, dass ich entweder das gefühl habe, auszuteilen, oder das gefühl, angegriffen zu werden. nicht wirklich, eher sticheleien. doch spitz genug, um mich zu irritieren.

in der mittagspause, bei meinem üblichen spaziergang durch den park, war auf einmal einfach wieder ein zurücktreten da und beides einfach selbstverständlich klar, auf der einen seite das nörgeln und quängeln (wie ein quängelndes genäseltes ” näähee !!! ” mit dem dazu gehörenden füße-stampfen und nase rümpfen) und auf der anderen das nicht-sehen-wollen dieses quängelns und nörgelns. und es kam mir so vor als wäre dieses quängeln (auch eine art grund-unzufriedenheit, grund - weil schon so lang mit im boot) schon wie eine art hintergrund-rauschen, das man nach längerer zeit nicht mehr wahrnimmt, weil man sich einfach daran gewöhnt hat. was nicht heißt, dass es nicht da ist, sondern einfach nicht mehr so bewusst wahrnehmbar.

gefühlsmäßig wars so, als würd ich mich mit 2 oder 3 jahren sehen, wie ich das, was ich gerade will nicht bekomme. und dann kommt das quängeln ins spiel. und dann … kommt die strafe für das quängeln … und dann … ratter, ratter, ratter … wohin damit ? hmm, merk schon, damit komm ich nicht weiter … und scheine mich damit erst recht von meinem ziel (spielzeug, eine spannende neue entdeckung, was auch immer …) zu entfernen … ok, erstmal nach hinten schieben und gucken, wie es ohne läuft … heey, das klappt ja ! ok, dann ist es ab jetzt einfach nicht mehr da, dieses doofe quängeln … muss ja schon was schlimmes sein, wenn dir die großen nicht nur eine aufn deckel haun, sondern auch noch das, was du gern magst noch weiter von dir weghalten. hmm, hat ja diesmal gut geklappt … ( und das nächste mal … und das mal drauf sogar noch besser … und dann, nach mühevoller arbeit der großen, sah es fast so aus, als könnte aus mir doch noch was gescheites werden. jap, tarnung ist alles ) und nu, alles für die katz. hihi, komme mir gerade wie ein schwamm vor, der alles an erfahrung, gefühl, gedanke und überhaupt alles leben hier aufsaugt.

das bringt mich zum nächsten bild … nachmittags kam noch ein gefühl hinzu … überheblichkeit … hui, wie ein aufgeplustertes huhn habe ich mich empfunden. nein, wie ein besonderes aufgeplustertes huhn. nein, wie DAS besondere aufgeplusterte huhn ! jap, wie der checker schlechhin. und das ohne grund. es war einfach als gefühl da, ohne auf etwas bestimmtes situation, gegenüber usw. gerichtet zu sein. bis mir auffiel, dass es ja gerade auf der linse ist und dadurch alles “was da draussen” ist, in dieser nuance gesehen wird. puh, das war erstmal ein wenig erschreckend aber auch so erstaunlich. da wurden mir die so schnellen gedankengänge und bis dahin unbewussten empfindungen beim überqueren der fussgängerzone klar. es war für mich bisher immer anstrengender durch die überfüllte karlsruher fussgängerzone zu laufen, da es mir wie ein computerspiel, in dem einen asteroiden entgegensausen vorgekommen ist. und die werden immer mehr und immer schneller.. öff. und nach den ersten paar metern war dann manchmal solch eine gereiztheit da, dass auch wut aufkam. und das war meist der moment zum innehalten und wundern “häh ? was geht da eigentlich in mir vor ?” heute war eine möglichkeit, wie die geschichte in den momenten aussehen könnte, offensichtlich. durch diesen mantel von überheblichkeit sah die situation für einen kurzen moment echt so aus: ” wie kann er nur genau vor mir stehenbleiben und mir den weg versperren ? mir !!! ” … ” muss sie denn ausgerechnet jetzt da rüber laufen, so dass ich langsamer laufen und warten muss, bis sie vorüber ist ? ” hui… es war erstmal ein kleiner schreck … kann man sich wirklich so wichtig nehmen ?!? und … jap, und das sowas von überzeugend … es hat mich auch erstaunt, dass es mir davor nie so aufgefallen ist … obwohl es diesmal irgendwie das selbstverständlichste der welt war, es zu erkennen … und der schreck, warum der ? hmm, wohl weil die geschichte bis dahin einfach ganz anders ausgesehen hat. jap, einfach anders.

mir kam dann auch in den sinn, dass es wohl einfach die andere seite der medaille ist, die sich da abwechselt … vom “oh nein, ich bin unwürdig. und nicht (gut/hübsch/witzig/klug usw.) genug.” zur anderen seite.

na ja, alles in allem war es ein weiterer bunter tag, liebes tagebuch. und ich mag dich. was wäre ich denn, wenn ich nicht eine geschichte irgendwie irgendwo zusammenfügen würde ? und mit dem im-gedächtnis-behalten klappts einfach nemehr so gut. da kommen ständig neue sachen dazu, die spannender erscheinen. und … es macht spaß. dazu ists auch einfach so. warum dann nicht so gut spielen, wie nur möglich, wenn es schon eine vergängliche und sinnlose rolle ist. (aber … sie wird doch wenigstens eine besonders sinnlose sein :-)) und wenn sie sich dann auch noch von allein spielt, ich aber den ruhm dafür einstecken kann ;) was will ich mehr ? fällt mir im moment nix ein, aber wer weiß, nach gründlicher überlegung …

puh, irgendwie verrückt. steht alles so da, wie empfunden und gedacht. und doch tauchen gedanken auf, die sagen “nicht doch ! bist du total irre ? du kannst doch sowas nicht von dir erzählen ! alle halten dich dann nur noch für eine arrogante kuh. und dann …” ja, was dann ? verändert sich die geschichte ? ach, das tut sie so oder so jeden moment. ne ne, das dann bezieht sich wohl auf anderes … boah, das zwiebelschälen ist echt ne endless story. und all das obwohl … :-) (…und das in farbe!…)

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gestern … wut …

Donnerstag, 30. Oktober 2008 23:30

wow. das erfahren der letzten tage war sehr spannend ! thema wut … nicht neu und doch wieder ganz neu erfahren.

am montag war es schon den ganzen tag präsent. im magen vor allem spürbar. ich habe es zwischendurch so richtig ausgiebig genossen. habe mich in gedanken so ziemlich mit allen angelegt und ihnen gaaanz böse sachen an den kopf geschmissen. jap, ich war echt bööööse. und es war wie ein kippen, für ein paar momente so echt, so richtig “ich bin so wütend” und gleich wieder “hihi, boah, da steckt ganz schön energie dahinter.”. und das witzigste war mein staunen immer wieder, wenn ich mit jemandem in ein gespräch kam oder irgendeine reaktion auf mich vernahm. denn es war scheinbar für meine gegenüber überhaupt nicht offensichtlich. und wenn ich angela davon erzählt habe, haben wir zusammen drüber gelacht. das war wohl in keinem der momente “boah, bin ich jetzt wütend.” ach, keine ahnung. es war sehr neu und seltsam faszinierend.
zwischendurch kam es mir als würden kleine explosionen in mir stattfinden, weder angenehm noch unangenehm. einfach seltsam.

gestern mittag kam mir noch in den sinn “hey, das ist ja super, dass ich es ja gar nicht ausdrücke.” (keine ahnung, weshalb das super oder ´besser´ sein soll. oder doch ? ;) ) nun ja, dann war gestern abend und meine finger tippten wie wild hier auf die tasten. hui, das war auch seltsam. und da waren auch einige der “das ist echt”momente dabei. nein, in diesen momenten war ich ganz dieses gefühl der wut. es wurde warm und dieses sprichwörtliche “vor wut kochen” war körperlich auch genauso spürbar. wie ganze hitzewellen, die durch den körper aufsteigen.
und dann ging es plötzlich vom erfahren der wut in eine andere kammer. in die “oh, ich werde jetzt wohl bloßgestellt oder öffentlich ausgelacht. autsch.”. das wurde für mich erst nach und nach klarer, denn in dem moment, war ich selbst erstaunt, was sich denn da regt und was verteidigt werden soll. von wegen “meine zeilen” und so. und das war ein so schöner moment, als dies auf einmal da war. dieses kindliche empfinden, diese zerbrechlichkeit …

was mich heute ein paar mal sehr erstaunt hat, war das empfinden “heeey, das war super gestern. das mag ich ab jetzt öfter spielen.” begleitet von einem inneren hüpfen :-) ach, es ist gerade einfach ein gefühl von befreiung da. ein wenig wie die nase frei ist, nachdem man etwas scharfes ist, so fühlt sich irgenwas in mir wie freigespült, nachdem die wut auch einfach mal wieder so gefloßen ist, wie sie gekommen ist.

und heute abend ist mir nach shakira … ihre klänge, ihre ausstrahlung und ihre natürlichkeit im er-und ausleben ihrer weiblichkeit berühren und faszinieren mich …

http://de.youtube.com/watch?v=rMGqhX…eature=channel

http://de.youtube.com/watch?v=Mzk__0…eature=channel

http://www.youtube.com/watch?v=wISKe…eature=related

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Samstag, 25. Oktober 2008 1:40

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comedysendung.. “böse mädchen”

Samstag, 25. Oktober 2008 1:38

hihi, vorhin lief die sendung “böse mädchen” auf rtl. neue comedysendung glaub ich. fand ich gerade soo lustig :-)

da werden (davor) nichtsahnende veräppelt. es werden strafzettel an der tankstelle verteilt (”man darf an der zapfsäule nicht parken”). oder: eine frau ruft den schlüsseldienst, er macht die tür auf. sie gehen in die wohnung rein (sie sagt ihm, sie müsse nach dem geld suchen, er kann mit rein.) dann wirft sie alles mögliche in der wohnung um und macht zeug kaputt. dann kommt eine frau aus dem zimmer raus und sie schreien sich zuerst kurz an (die dort wohnende frau hat was mit dem freund der anderen und die rächt sich nun) und dann rennen sie hintereinander her durch die wohnung. immer an dem mann vom schlüsseldienst vorbei. wenn man weiß, dass es gespielt ist.. sooo witzig die reaktionen darauf zu beobachten.
ach ja, und dann noch die ´polizistin´, die sich so über falschparker aufregt, dass sie plötzlich das auto ´ein wenig´ ramponiert und dann ganz entspannt weitergeht. usw. das lachen war gerade sehr erfrischend.

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gerade eben…

Donnerstag, 23. Oktober 2008 22:41

gerade ist ein gefühl von verlorensein.. nein eher abgestoßen- und getrenntsein da, abseits. und es scheint fast, als wäre darunter eine überzeugung, die es begründet… so als ob es dadurch auch begründet und gerechfertigt wäre…

es fühlt sich wie eine sackgasse an. in die eine richtung, panische lähmende angst vor zurückweisung und abgestoßenwerden … vor bloßstellung … vor demütigung … vor der bestätigung, dass der schmerz berechtigt ist, ´verdient´ … in die andere richtung, diese (vertraute) stimmer in mir, die sagt ´ach, reiß dich zusammen.. was soll dieser selbstmitleid? hör auf mit dem mist, du übertreibst.”.. und dann einfach nur erschöpfung … alles einfach nur DIES? ja. dennoch nur worte, die die aufmerksamkeit auf das denken lenken. gerade. hey, warum nicht reinfallen lassen? ist doch nix (neues). was gibt es zu verlieren? nix. und zu gewinnen? nix. also schon mal kein leistungsdruck.
ok, warum nicht?

gerade ist auch eine leichte wut da. auf mich selbst. auf das zusammenreissenwollen. wozu? womit? schattenboxen, hui… es ist irgendwie auch wieder das gefühl da, etwas beweisen zu wollen. doch was? oh, auf das was kommts ja doch nicht an. das gefühl und die gedanken sind da und gerade auch die einsicht, dass das darüber philosophieren gerade au nix bringt. und schon lässt es nach und ich setze mich mal damit hin. oder auch rein..

ebenso ist auch eine färbung von “oh nein, was soll das jetzt? wieso textest du hier alle(s) zu damit?”. passt von der nuance her auch gut zu der bunten runde gerade.. http://de.youtube.com/watch?v=QsxRcg…eature=related (telepopmusik - close)
seltsame mischung… und wieder ist eins meiner geliebten vergleichsbilder da : - ) die achterbahn rast gerade runter. eine bekannte strecke. und doch jedesmal wieder von schrecken begleitet. nur immer weniger, da auch immer vertrauter..
und gleich das nächste… die mutter.. das kind… beim schattenboxen.. oh ja, das ist es.

und nun ruft das bett.. bzw. mein kuschelschaf, léonie.. : - )

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berlin..

Donnerstag, 23. Oktober 2008 22:37

hmm, berlin.. schon seltsam, was bei mir noch beim hören oder lesen dieses namen aufkommt.

gerade ein kleines déjàvu. und passend dazu hat sich heute auch der junge mann von berlin wieder bemerkbar gemacht. hat mir eine freundschaftsanfrage bei meinvz. (glaube, er kann mir ohne keine pn schicken. weiß es aber nicht genau.)
keine ahnung, was gerade verwirrender ist. die erinnerung an das we in berlin oder die erinnerung an das muster der letzten 10 jahre (in dem es nur eine frage der zeit war, bis sich die männer, die ich kennengelernt habe, nach dem ´auseinandergehen´ wieder gemeldet haben. meist über jahre hinweg). ist das immer so? wiederholungen… wohl ein fehler in der matrix ;-)
doch bei genauerem hinschauen erscheint es mir auch irgendwie passend. es war eigentlich hauptsächlich in den letzten 7 jahren so. diese phase war wie ein rückzug für mich, um mal alles bis dahin erfahrene und erlebte auseinanderzuklabustern, manches nochmal durchzuerleben, hinzuspüren… wie beim sammeln vielerlei schätze in eine kleine truhe und irgendwann dann damit in ruhe hinsetzen und schauen, was da so alles drin ist. jap, die vorstellung gefällt mir gerade.

momentan ist das gefühl der verwirrung vordergründig.

und ein wenig melancholie.. das eigenartige gefühl, als würde sich erneut eine ´wendung´ der geschichte (im allgemeinen) nähern. seltsam. und doch schon sehr vertraut. wenn es wieder so abläuft, wie mir bisher bekannt, ist es erstmal wie eine art abschiednehmen (ohne zu wissen, von was. einfach als gefühl..stimmung..) und dann plötzlich die kreuzung zum abbiegen da, die wendung. bei der kreuzung war es immer so spannend und aufregend und das neue so faszinierend, dass es jedesmal total vereinnahmend war. dadurch war kein platz für gedankenmachen, erinnern (in den momenten), überlegen, abwägen… wie ein sprung ins kalte wasser. oder, je nachdem was noch so mit aufkam, in den abgrund, freiflug, ach alles mögliche… auf jeden fall neu und spannend.

na ja… alles nur gedanken, gefühle und erinnerungen… das einzige, das gerade tatsächlich da ist, ist das gefühl der verwirrung. planlosigkeit.

kein vergleich zu heute morgen. da war eine beschwingheit da, die mich immer wieder zum kichern gebracht hat.. und angela gleich mit. und es gab auch so viele süße und so lustige augenblicke :-) hmm, da fällt mir wieder auf.. es ist so schön, dass sie da ist. ich bin ein glückspilz. mag die geschichten und augenblicke mit ihr sehr.
oh, da fällt mir ein, morgen ziehe ich was schickeres als meine turnschuhe, jeans und pulli an. gehe zum abteilungsleiter vom haupt- und personalamt. die stelle, die heute ausgeschrieben war, ist zwar einige kaliber zu hoch für meine qualifizierung, doch das macht nix. ich will dennoch einfach mal ganz frech nachfragen, ob die möglichkeit besteht. auch wenn ich die möglichkeiten und die antwort kenne, so ist das bedürfnis da, ihm erneut zu verdeutlichen, dass mir dieses aufgabengebiet sehr interessant erscheint. und das letzte mal, das ich ihm das erzählt habe, liegt schon eine weile zurück. im politikspiel bei uns im haus, geht es manchmal auch einfach darum, sich hin und wieder bemerkbar zu machen. und morgen spiele ich mit. jap, entschlossenheit ist auch eine coole erfahrung :-)

nun denn. jetzt dampf ich erstmal ab (und eine) und widme mich dem neuen castenadabuch. schön (und) spannend. spricht die träumerin in mir an und bringt neue farbnuancen in die geschichte.

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Mittwoch, 22. Oktober 2008 19:38

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vor 3 stunden bei der arbeit…

Mittwoch, 22. Oktober 2008 19:16

das erklären-wollen lässt immer mehr nach.. stattdessen hat sich das, was in den letzten monaten ständig von den zwanghaften gedanken “oh gott, das ist es. ja, das muss ich in worte fassen, um es mir wiederholen zu können, damit es ja bleibt.” eher als eine ahnung gelegt. wie eine ahnung, die zwar einfach selbstverständlich da ist, mir aber mit dem verstand nicht ganz zugänglich ist. so als wüsste ich, dass ich weiss, aber nicht, was ich weiss… :-) und dann lese ich manchmal im nachhinein aufgeschriebenes und es ist, als hätte es jemand anderes geschrieben und es erstaunt mich beim lesen, wie es genau mit dieser ahnung einfach übereinstimmt. dann auch einfach als eine gewissheit, die mein verstand nicht erklären kann.

zum erfahren dieses zwanghaften erklären- und in-worte-festhalten-wollen fallen mir die zeilen von tony parsons ein:

Das ist die Geschichte des Menschen in der Wüste, der die Wahrheit findet. Und dann sagt Gott zum Teufel: „Jetzt hat der Mensch die Wahrheit gefunden – was kannst du jetzt noch tun?“ Und der Teufel sagt: „Ich werde ihm helfen, sie zu organisieren.“ :D

……

immer klarer und selbstverständlicher ist es für mich, dass in berlin etwas grundlegendes sich verändert hat. das scherzeln davor “ab in den freien fall” erscheint mir im nachhinein gar nicht mehr so lächerlich. eher wie eine klare ansage ;-) und mal alle melodramatik beiseite, die geschichte hat ab da erneut eine eindeutige wendung genommen. ich hatte danach das gefühl, etwas (eigentlich den größten teil von mir) dort gelassen zu haben. ein seltsames gefühl. weder angenehm noch unangenehm. eigentlich auch nicht wirklich ein gefühl, eher eine art gewissheit (aus irgendeiner mir unbekannten perspektive).

es ist faszinierend wie viele solche wendungen die geschichte nehmen kann. allein im letzten jahr waren es für mich mindestens drei ´große´. momente, ab denen sich hier alles so verändert hat (das empfinden, die ansichten, die wahrnehmung), als wäre ich plötzlich ein anderer mensch. innerhalb kürzester zeit. beim ersten mal genau vor einem jahr beim vipassanaseminar, in märz innerhalb von 4 - 5 tagen und in august ebenfalls 3 - 4 tage. und dann das ´setzen´ danach, begleitet von kleineren wendungen, wie kleine nachbeben… das erkennen, was sich alles geändert hat und erneut bei null anfangen, die welt aus den verfügbaren puzzleteilchen zusammenzufügen. nur anders als davor. und jedesmal ist der rahmen für das puzzle größer, verschwommener, weniger greifbar. für den verstand ein wenig beängstigend. wenn auch diese angst sich irgendwie immer mehr auflöst. ob es einfach nur an sie gewöhnen ist? keine ahnung. auch egal. wobei, nein, kein gewöhnen. sie wird irgendwie porös, wie beim auflösen von etwas ähnlichem wie ein stein, der immer weicher wird, dann wie ein schwamm, immer poröser und irgendwann mehr löcher als substanz hat, bis nix mehr da ist.
scheint ganz so, als würde sie durch die ahnung abglöst werden. spannend.. faszinierend, erstaunlich und doch selbstverständlich zugleich. ja, das alles (spannung, neugierde, faszination, staunen und gleichzeitig die selbstverständlichkeit) war schon die ganze zeit da, doch die ´gewichte´ verlagern sich scheinbar. wie eine entspannung aus einem krampf… finde den vergleich gerade lustig :-) und spüre auch die freude am erzählen und immer wieder in neuen vorstellungsbildern rumwühlen… wie ein kind das in einen laubhügel springt und begeistert damit um sich wirft, als wäre es das einzige, das es auf der welt zu entdecken gibt. und in dem moment ist es das auch. und im nächsten ist vielleicht das eichhörnchen, das vorbeihuscht das allerallereinzige, das so aufregend und faszinierend da ist. und im nächsten….. hihi, der nahende feierabend scheint meine stimmung zu heben.. wobei, ne. DAS war jetzt ein gewohnheitsspruch. heute war ein sehr entspannter tag für mich hier. meine kollegin hat urlaub heute und ich habe gaaanz langsam und entspannt vor mich hingewuselt, und genau das getan wonach mich in dem moment grad war bzw. das was gerade vor mir war und meine aufmerksamkeit angezogen hat. ohne ablenkungen.

oh, und schon ist es soweit. ich packe meine sachen und mache mich mal auf den nachhauseweg. mit einem kleinen umweg am supermarkt vorbei.

hmm, die baustelle neben unserem dienstgebäude ist schon spannend. es stehen zwei riiiiiieeeesenkräne da und es wird den ganzen tag gewerkelt. nun hab ich auch mal gesehen, wie sie beton eingießen. es wird ein großer wohnkomplex. das fundament steht schon. nur eins versteh ich nicht. sie haben im frühjahr angefangen. dann haben sie gute 3 monate nichts gemacht und vor einigen wochen, als es dann schon wieder kälter geworden ist, richtig angefangen… wäre es nicht im sommer geschickter gewesen weiterzumachen? na ja, ich hab erstens gar keine ahnung vom häuschenbauen und zweitens auch keine ahnung, wie die abläufe (vielleicht auch was behördengänge angeht oder sonstiges) so sind. deshalb, einfach gucken und klappe halten. bzw. heimgehen, jap, jetzt endgültig.

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auflösung..

Sonntag, 19. Oktober 2008 21:02

und die auflösung zu “bauer sucht frau”.. von allen briefen sollten sich die bauern jeweils 2 damen aussuchen, die sie dann kurz kennenlernen. und eine dieser beiden damen verbringt dann eine woche mit ihm auf seinem bauernhof.. um dann weiterzuschauen…

und.. wer hätte das gedacht… der verschmitzte herr, den ich oben erwähnt habe, konnte sich nicht entscheiden und nimmt kurzerhand beide damen mit :D

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gerade..

Sonntag, 19. Oktober 2008 19:15

hmm, wenn es nichts zu verlieren und nichts zu gewinnen gibt.. warum nicht einfach das schauspiel genießen?.. (wenns geht..;))

nun denn, uuund action:
sie sehen “die unendliche (und unendlich bunte) geschichte”

:D ;) ja, das gefällt mir jetzt.

vorhin kam mir ein vergleichsbild in den sinn. einer kleiner mieze, die mit einem wollknäul spielt und ihn ausrollt… und er rollt und rollt, hinterlässt einen immer längeren faden hinter sich… und die mieze schubst ihn dahin, und dorthin… und er rollt… und bleibt stets gleich groß. …könnte ewig so weiterrollen.

das macht aber alles nix, die geschichte geht gleichzeitig weiter.

momentan lerne ich die angst vor nähe kennen. sie scheint mir vertraut, so als wäre sie schon ne weile da. (hab ichs doch geahnt, dass es nicht nur an meinen gegenübern gelegen haben kann, dass keine längere beziehung daraus wurde!) nur war ich wohl so sehr mit dem widerstand gegen die sehnsucht nach nähe beschäftigt… als ein damit-abfinden (mit dem widerstand) geschehen ist, konnte ich ihn besser kennenlernen. ja, wir wurden fast gute freunde ;) (gerade ist die stimmung eher auf schelm eingestellt hier…dennoch ist das bedürfnis da, diese zeilen zu schreiben. eine seltsame mischung..) aber nur fast, dann kam schon die sehnsucht an sich an die oberfläche… ich nannte sie zwischendurch auch bedürftigkeit. hmm, ob es das gleiche gefühl war? denn bedürftigkeit hat für mich eher einen negativen touch beim hören/lesen… etwas in mir verbindet dieses wort und empfinden mit schwäche. und mit ´zur last fallen´… oh, jap. genau das. und nun scheint das gegenstück dazu aufzutauchen. angst vor nähe und bindung. allein schon die vorstellung reicht inzwischen, um auch das gefühl auftauchen zu lassen, das in der entsprechenden situation (die ich mir nur vorstelle) auftauchen zu lassen. es muss nicht mehr ´tatsächlich´ da sein (ja ja, wie ein träumen im traum..coole sache ).
es ist wie das zwiebelschälen. so wie es berta vorhin woanders so schön beschrieben hat. und wie der wollknäul. ich kann da ewig weiterschälen, weiterausrollen… die eine schale war der widerstand. als die weg war, konnt ich die schale drunter sehen. und dann die nächste…

es wird wohl wieder einfach ein aussitzen… und gucken… (und gucken bedeutet für mich auch spüren) und auch ein wenig staunen, dass es mir nun so klar und selbstverständlich erscheint. es sich bis dahin aber so gut versteckt hat… wobei, eigentlich auch klar. um die geschichte am laufen zu halten, muss ich doch eins nach dem anderen anschauen. wenn ich sie alle auf einmal sehe, und dann..? wars das.. ne ne.. ok, nun wird ausgesessen…

ob das vom vielen schlafen kommt? 12 stunden.. ohne vorankündigung. hatte gestern auch nur entspannt.. nun denn. jetzt erstmal einen tee-latte-machiatto (neu entdeckte mischung) schlürfen und weitergucken…

hi hi, gerade läuft auf rtl “bauer sucht frau”. und da habe ich gerade einen fetzen gesehen und muss noch immer lachen. da ist ein 71 jähriger bauer, der eine frau sucht. seinen worten nach (sehr betont) “für iiiimmer!”, “ja, das soll diesmal für iiiimmer sein” .. wahrscheinlich, ja höchstwahrscheinlich projiziere ich da jetzt das aktuell bei mir auf der linse liegende mit rein. dadurch sieht er für mich wie ein verschmitzer junge im körper eines älteren herrn aus, der nach vielen jahren voller unverbindlicher abenteuer nun für sich beschlossen hat, dass es mal zeit wäre die “frau fürs leben” zu finden. doch…auch wenn das jetzt böse klingen mag…mein erster gedanke war “ja ja, soo viel zeit hast ja nicht mehr. da kannst du jetzt locker ´für immer´ sagen.”…

komische stimmung grad… aber auch sehr lustig. (ja ja, das erklärenwollen ist auch mal wieder da. gut, dann machen wir einfach ne gemütliche runde draus.)

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